Aufbewahrung Ideen · Auswahl
Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten — wie schaffe ich Platz ohne einen neuen?
Kurz gesagt
„Ich habe einfach zu viele Sachen“
So erklären viele, warum die Schranktür nur noch mit Schwung zugeht und der Lieblingspullover ganz unten im Stapel liegt. Oft liegt es aber weniger an der Menge der Sachen als an dem Platz, der dazwischen verloren geht. Dicke Bügel aus der Reinigung drängen die Hemden auseinander. Jeans hängen einzeln über die ganze Stange, und die Winterjacken belegen im Juli das halbe Fach. Wer einen Pullover herauszieht, reißt den Stapel darüber mit, und am Abend liegt der ganze Stapel auf dem Stuhl.
Deshalb fängt die Suche nach mehr Platz nicht beim neuen Schrank an. Sie beginnt bei dem Schrank, der schon da ist: bei der Stange, den Fächern und der Höhe darüber. Oft reicht der Platz dann doch, wenn jedes Teil so liegt oder hängt, dass Sie es greifen können, ohne den Rest anzufassen.
Drei Fragen, bevor Sie ausräumen
Stellen Sie sich vor dem ersten Handgriff drei Fragen:
- Was hängt bei Ihnen, was liegt? Hemden und Kleider an der Stange, Shirts und Pullover im Fach, oder alles durcheinander.
- Was tragen Sie in der laufenden Saison? Sommerkleider brauchen im Dezember keinen Platz in Griffhöhe.
- Wo ist noch Luft? Über dem obersten Fach, unter den kurzen Hemden, am Boden des Schranks.
Die Antworten führen meist zu einem von drei Fehlern, die einen vollen Schrank noch voller machen.
Fehler 1: „Ein Bügel ist ein Bügel“
Der Gedanke liegt nahe, denn Bügel bekommt man beim Kleiderkauf und aus der Reinigung oft mit. Gerade diese Bügel machen die Stange voll. Dicke Holzbügel hängen breit nebeneinander, und Drahtbügel verhaken sich. Das Seidentop, das Sie gestern aufgehängt haben, liegt morgens auf dem Schrankboden. Jede Hose hängt auf einem eigenen Bügel und belegt so eine Handbreite Stange.
Was hilft: schlanke Bügel, alle in derselben Form, und für Hosen ein Bügel, der mehrere Teile auf einmal trägt.
HOUSE DAY Kleiderbügel Samt
Beim Umsortieren des Schranks scheitert es oft an einem bunten Mix aus Bügeln, die alle unterschiedlich viel Platz brauchen. Im Paket liegen 60 Stück aus Samt, laut Hersteller platzsparend geformt, sodass Sie die ganze Stange auf eine Form umstellen können. Auf Samt rutschen Blusen mit weitem Ausschnitt schlechter ab als auf glattem Kunststoff. Wer schwere Wintermäntel aufhängt, behält für diese besser ein paar kräftigere Bügel. In einem Schrank voller Blusen, Hemden und Kleider rückt die Reihe nach dem Tausch sichtbar enger zusammen.
MORALVE Mehrfachhosenbügel
Jeans auf einzelnen Bügeln füllen die Stange schneller als jedes Hemd. Ein Mehrfachbügel mit Anti-Rutsch-Beschichtung nimmt dagegen mehrere Hosen an einem Haken auf. Laut Hersteller ist er für Jeans, Stoffhosen, Röcke und Schals gedacht, sodass auch die Schals aus dem Fach an die Stange wandern. Im Paket stecken zwei Stück; wenn Sie viele Hosen besitzen, reicht das allein nicht. Wo Hosen und Röcke bisher die halbe Stange belegen, rücken sie damit auf einem schmalen Abschnitt zusammen.
Fehler 2: „Gefaltet ist gefaltet“
Zusammengelegt sieht im Fach erst einmal alles ordentlich aus, da scheint die Form egal zu sein. Doch jedes Shirt ist anders breit gefaltet, und der Stapel neigt sich nach wenigen Teilen zur Seite. Wenn Sie das Shirt von unten brauchen, kommt der halbe Stapel mit. Über dem Stapel bleibt im hohen Fach Luft, weil sich nichts sicher höher stapeln lässt.
Was hilft: gleich breit gefaltete Stapel und eine Einteilung, die hohe Fächer oder einen Abschnitt der Stange in kleinere Fächer teilt.
BoxLegend V3 Faltbrett
Am Waschtag liegt ein Berg Shirts auf dem Bett, und jedes landet anders gefaltet im Fach. Ein verstellbares Faltbrett bringt alle Teile auf dieselbe Breite. Laut Hersteller ist es für Hemden, Hosen und T-Shirts von Kindern und Erwachsenen gedacht. Die Stapel stehen danach gerade und lassen sich höher schichten. Ausgebreitet braucht das Brett eine freie Fläche auf Bett oder Tisch, im Stehen vor dem Schrank lässt es sich kaum benutzen. Wenn Sie die Wäsche für die ganze Familie zusammenlegen, wird das Brett zum festen Handgriff am Waschtag.
BrilliantJo Hängeregal mit 5 Fächern
Pullover türmen sich im einzigen Fach bis unter die Schrankdecke. Unter den kurzen Hemden bleibt derweil eine Lücke, die ein Hängeregal mit 5 Fächern füllt. Es wird laut Hersteller mit Metallhaken an die Stange gehängt, und Pullover und Shirts liegen darin Fach für Fach getrennt, statt sich in einem Stapel zu türmen. Den Abschnitt der Stange, den es belegt, haben die Bügel danach nicht mehr; prüfen Sie vorher, ob Ihr Schrank Platz für die Maße 30 x 30 x 108 cm bietet. In einem Kleiderschrank mit langer Stange und wenigen Fächern schafft es die Ablagen, die dort bisher gefehlt haben.
Fehler 3: „Die Wintersachen müssen eben mit rein“
Im Schrank sind die dicken Sachen sicher und griffbereit, der Gedanke ist verständlich. Im Sommer drücken aber Daunenjacke und Skipullover gegen die leichten Kleider. Wolldecken füllen das obere Fach, und hinter der Bettwäsche verschwindet, was Sie eigentlich suchen. Oben auf dem Schrank stehen dagegen nur ein paar lose Tüten.
Was hilft: die Kleidung der anderen Saison aus dem Schrank holen, flach verpacken und auf dem Schrank, unter dem Bett oder im obersten Fach lagern.
SONGMICS Aufbewahrungsboxen, 6er Set
Mützen, Schals und Badesachen liegen in Tüten auf dem Schrank, und für jede Suche kommt der ganze Stapel herunter. Faltboxen aus Vliesstoff mit Griff zieht man dagegen einzeln vom Brett. Im 6er Set bekommt jede Gruppe ihre eigene Box, von der Badehose bis zur Wollmütze. Leer gefaltet liegen sie flach im Schrank. Laut Hersteller messen sie 30 x 30 x 30 cm und passen nur in Fächer, die mindestens so hoch sind; prüfen Sie das vorher. Wer einen Schrank mit hohen Fächern oder ein Würfelregal hat, sortiert damit Accessoires und Saisonkleidung in feste Kisten.
Amazon Basics Vakuumbeutel, groß
Die Winterdecke und dicke Pullover füllen im Sommer ein ganzes Fach. In einem Vakuumbeutel mit luftdichtem Ventil schrumpft dieser Berg zu einem flachen Paket. Laut Hersteller liegt eine Handpumpe bei, ein Staubsauger ist also nicht nötig, und durch die transparente Hülle bleibt der Inhalt sichtbar. Zusammengepresste Kleidung kommt oft zerknittert heraus, und wer die Beutel über eine ganze Saison lagert, sollte zwischendurch prüfen, ob sie noch flach sind. In einer kleinen Wohnung wandern Winterdecken und dicke Jacken so im Sommer unter das Bett oder auf den Schrank.
Womit Sie anfangen
Prüfen Sie Ihren Schrank mit diesen Fragen, bevor Sie etwas bestellen:
- Hängen Ihre Sachen auf Bügeln in verschiedenen Formen? Dann bringt eine einheitliche Bügelform Platz an der Stange zurück.
- Liegen Pullover in einem einzigen hohen Stapel? Dann lohnt es sich, das Fach zu unterteilen.
- Hängen oder liegen Sachen der anderen Saison im Schrank? Dann kommen sie zuerst aus dem Schrank heraus.
Räumen Sie heute die Stange leer und hängen Sie nur zurück, was Sie in der laufenden Saison tragen. Der Rest kommt erst einmal aufs Bett.
Drei kleine Kniffe
- Bügel andersherum einhängen. Hängen Sie alle Bügel mit dem Haken zu sich hin und hängen Sie Getragenes richtig herum zurück. Was nach einer Saison noch verkehrt hängt, wurde nicht getragen.
- Kurz links, lang rechts. Hängen Sie kurze Teile an ein Ende der Stange und lange ans andere. Unter den kurzen entsteht Platz für eine Kiste oder Schuhe.
- Schal zur Jacke. Ein Schal, um den Bügel der passenden Jacke geschlungen, hängt dort, wo Sie ihn morgens suchen.






