Küche organisieren · Auswahl
Kein Vorratsschrank — wo lagere ich Mehl, Reis und Nudeln in der Kleinküche?
Kurz gesagt
Wenn die Vorräte keinen eigenen Schrank haben
Die Mehltüte steht angerissen neben dem Herd, und nach jedem Kuchen liegt ein weißer Film auf der Arbeitsplatte. Die Spaghetti rutschen aus der geknickten Packung quer durch die Schublade. Der Reis von gestern steht mit einem Teller als Deckel im Kühlschrank und ist am Abend hart.
In einer Kleinküche ohne Vorratsschrank teilen sich Vorräte, Töpfe und Geschirr dieselben zwei Hängeschränke. Angebrochene Tüten kippen um. Wer Reis sucht, räumt zuerst drei Packungen Linsen beiseite. Das lässt sich ohne neuen Schrank lösen: mit Behältern, die dicht schließen und sich stapeln lassen, passt auf denselben Platz deutlich mehr.
Wie Sie diese Aufgabe angehen
Bei trockenen Vorräten zählen vor allem ein gut schließender Deckel, eine Form, die Ecken und Höhe eines Fachs ausnutzt, und ein Etikett, das sich auf einen Blick lesen lässt. Weiche Tüten verschenken Platz, eckige Behälter stehen lückenlos nebeneinander. Entscheidend ist, wo der Vorrat stehen kann: im Hängeschrank über der Arbeitsplatte, auf einem offenen Wandregal oder oben auf dem Kühlschrank. Was selten gebraucht wird, wandert nach oben. Mehl und Nudeln für jeden Tag bleiben in Griffhöhe. Gekochte Reste kommen dagegen in Behälter, die für Kühlschrank und Mikrowelle geeignet sind.
Mehl, Zucker und Nudeln im Hängeschrank
Morgens kippt beim Griff nach dem Zucker die halb leere Mehltüte um, und eine weiße Spur zieht sich über das Schrankbrett. Sie wählen zwischen einem Set für Mehl und Körner und einem mit Spaghettibox und Gewürzdosen.
Vtopmart Vorratsdosen luftdicht, 11er-Set
Wenn die angebrochene Mehltüte im Hängeschrank nur mit einer Wäscheklammer zu ist, rieselt bei jedem Griff etwas aufs Brett; diese elf Dosen schließen laut Hersteller luftdicht. BPA-frei sind sie ebenfalls, und mit dem beiliegenden Stift beschriften Sie die Etiketten. Mehl, Zucker und Körner stehen danach in gleichen Dosen nebeneinander, und die Tüten wandern ins Altpapier. Wer den Inhalt oft wechselt, muss die Etiketten jedes Mal neu schreiben. In einer Kleinküche, in der alle Grundvorräte ein einziges Schrankfach teilen, bringt das Set als Erstes Ordnung hinein.
Viwares Vorratsdosen Set 18-teilig mit Spaghetti-Box
Spaghetti liegen ohne passende Dose quer im Schrank, die Packung reißt an der Kante, und einzelne Nudeln brechen ab; für genau diesen Fall enthält das 18-teilige Set eine Spaghettibox mit 2,0 Litern. Dazu kommen sechs Gewürzdosen mit Dosierdeckel und laut Hersteller 52 Etiketten, und die Aufbewahrungsboxen lassen sich stapeln, sodass auch ein schmales Fach bis oben genutzt wird. Die Spaghettibox braucht allerdings ein Fach, das mindestens so lang ist wie die Nudeln. Wo Nudeln, Reis und Gewürze sich ein einziges Regalbrett teilen, stehen sie mit diesem Set in einer ordentlichen Reihe.
Gekochter Reis und Nudeln für die nächsten Tage
Sonntags wird ein Topf Reis für mehrere Mahlzeiten gekocht, und am Dienstag steht der Rest unter Frischhaltefolie ganz hinten im Kühlschrank. Sie entscheiden zwischen einem Set für mehrere Portionen und einer einzelnen Schüssel mit Deckel für Suppe.
uandu Glasbehälter mit Deckel, 8-teilig
Wer sonntags Nudeln für mehrere Tage kocht, wärmt die Reste später in einer zweiten Schüssel auf; diese Glasbehälter dürfen laut Hersteller in Mikrowelle, Gefrierschrank und Spülmaschine. Eine Portion bleibt so vom Einfrieren bis zum Aufwärmen in derselben Dose – vorher im Kühlschrank angetaut, damit das Glas den Temperatursprung gut verträgt. Im Spülbecken steht ein Gefäß weniger. Glas ist schwer und zerbrechlich, auf einem Wandregal über Kopfhöhe greift man nicht gern danach. In einem Haushalt, der einmal in der Woche vorkocht, bekommt jede Portion damit ihre eigene Dose.
H.JSS Glasschüssel mit Deckel, 950 ml
Wenn der Rest Linsensuppe im ganzen Kochtopf in den Kühlschrank wandert, belegt er ein Fach, in dem sonst mehrere Dinge Platz hätten; in diese Glasschüssel mit Deckel passen laut Hersteller 950 ml. Die Schüssel darf in die Mikrowelle, der Rest wird darin warm, und der Topf ist sofort frei zum Spülen. Einen großen Eintopf für vier Personen fasst eine Schüssel dieser Größe nicht. Wer allein oder zu zweit kocht, hebt darin genau die Portion auf, die am nächsten Tag gegessen wird.
Angebrochene Packungen in der Schublade
Eine halbe Tüte Reis bleibt abends nach dem Kochen übrig, mit einem Gummi verschlossen, und in der Schublade geht sie beim nächsten Aufziehen auf. Hier geht es nur darum, ob Sie Reste in kleinen, fest verschlossenen Dosen sammeln.
Emsa Clip & Close Eco, 3-teilig
Wo nach dem Abwiegen ein Rest Linsen, Couscous oder Reis übrig bleibt, liegt er sonst in einer geknickten Tüte zwischen den Pfannendeckeln. Diese Dosen schließen laut Hersteller auslaufsicher. In der Schublade rieselt nichts mehr heraus, und die Dosen dürfen außerdem in Spülmaschine, Mikrowelle und Gefrierfach. Bei der Angabe von 0,8 L passt ein ganzes Kilo Mehl oder Reis nicht hinein, für den Grundvorrat sind sie zu klein. Wer die angebrochenen Packungen aus der Schublade holen möchte, findet hier für jeden Rest einen festen Platz.
Womit Sie anfangen
Nehmen Sie heute Abend alle angebrochenen Tüten aus den Schränken und stellen Sie sie auf den Tisch. Was doppelt da ist, wird zusammengeschüttet, was über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt, prüfen Sie erst nach Aussehen und Geruch, bevor es wegkommt. Danach sehen Sie, wie viele Behälter Sie wirklich brauchen. Messen Sie dann Höhe und Tiefe des Fachs, in das die Vorräte sollen, und die Länge Ihrer Spaghetti. Prüfen Sie auch, ob das Wandregal das Gewicht von Glas trägt. Erst mit diesen Zahlen lohnt der Blick auf ein Set.
Drei kleine Kniffe
- Das Datum mitnehmen. Schreiben Sie beim Umfüllen das Datum von der Packung auf einen Streifen Kreppband an der Rückseite der Dose.
- Alt nach vorn. Neue Packungen kommen hinten ins Fach, Angebrochenes nach vorn; so wird zuerst verbraucht, was schon offen ist.
- Die Oberseite nutzen. Ein Tablett oben auf dem Hängeschrank sammelt, was selten gebraucht wird, und lässt sich mit einem Griff herunterholen.







