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Kabel oder Akku — welcher Staubsauger lohnt sich in einer kleinen Wohnung?

Kurz gesagt

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„Ich sauge eben nicht gern“

So erklären viele, warum der Staubsauger die ganze Woche im Schrank steht und die Krümel unter dem Esstisch liegen bleiben. Mit Faulheit hat das selten zu tun. Zwischen Ihnen und dem sauberen Boden stehen ein paar kleine Hürden: die Schranktür, der Schlauch, der sich verdreht hat, das Kabel, das erst abgewickelt und im nächsten Zimmer in eine andere Steckdose gesteckt werden muss. Für den gründlichen Putz am Samstag nimmt man das in Kauf. Für eine Handvoll Krümel am Dienstagabend nicht.

Deshalb fängt die Frage „Kabel oder Akku“ nicht bei der Saugkraft an, sondern bei Ihrem Alltag. In einer kleinen Wohnung sind die Wege kurz, der Stauraum aber auch. Das richtige Gerät ist das, zu dem Sie greifen, bevor der Schmutz sich festsetzt.

Drei Fragen vor dem Kauf

Beantworten Sie für sich, bevor Sie Modelle vergleichen:

  • Wie oft saugen Sie wirklich? Einmal gründlich am Wochenende oder jeden Tag kurz?
  • Wo liegt der Schmutz? Krümel unter dem Tisch, Haare im Bad, Staub im Teppich, Tierhaare auf dem Sofa?
  • Wo soll das Gerät stehen? Hinter einer Schranktür oder sichtbar in einer Ecke, und gibt es dort eine Steckdose?

Die Antworten führen fast immer zu einem der vier Fehler, die beim Staubsaugerkauf für kleine Wohnungen am häufigsten passieren.

Fehler 1: „Viel Watt, viel sauber“

Die Wattzahl steht groß auf der Verpackung und klingt nach Kraft. Sie sagt aber vor allem, wie viel Strom das Gerät aufnimmt, nicht, wie gründlich es den Teppich reinigt. Wer nur nach der höchsten Zahl kauft, bekommt oft einen großen Bodensauger, der dann doch im Schrank bleibt.

Was hilft: Für den gründlichen Durchgang einmal pro Woche ist ein Gerät mit Kabel richtig, weil es keine Laufzeitgrenze hat. Wichtiger als die Wattzahl ist, wie der Staub gesammelt wird.

Philips Staubsauger 3000 Serie, beutellos

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Am Samstag liegt der Staub einer Woche im Teppich, und unter dem Sofa sammeln sich Flusen. Dieser Sauger arbeitet laut Hersteller mit 900 W und sammelt den Schmutz ohne Beutel in einem Behälter, Beutel müssen Sie also nicht nachkaufen. Beim Ausleeren über dem Mülleimer kommen Sie dem Staub allerdings nahe, für Allergiker ist das unangenehm. Wo einmal pro Woche gründlich durch alle Zimmer gesaugt wird, ist er das Gerät für diesen Tag.

Siemens Q5.0 extreme silencePower mit Beutel

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Wer auf Hausstaub reagiert, möchte den Staub beim Leeren nicht noch einmal aufwirbeln. Hier bleibt er im Beutel, und laut Hersteller ist das Gerät mit Hygiene-Filter ideal für Allergiker. Die Bodendüse ist nach derselben Angabe für Parkett, Teppich und Fliesen gemacht, das lange Kabel reicht ein Stück weiter, bevor umgesteckt werden muss. Beutel sind allerdings Verbrauchsteile, die regelmäßig nachgekauft werden müssen. In einer Wohnung mit gemischten Böden und einem Allergiker im Haushalt ist er der Sauger für den Wochenputz.

Fehler 2: „Ein großer Sauger reicht für alles“

Der Gedanke ist vernünftig: ein Gerät, ein Platz im Schrank. Im Alltag sieht es anders aus. Nach dem Föhnen liegen Haare auf den Fliesen, nach dem Spielplatz knirscht Sand im Flur. Für jede dieser Kleinigkeiten wird das große Gerät hervorgeholt, oder eben nicht.

Was hilft: ein Akkusauger für den täglichen Durchgang, der griffbereit steht. Der große Sauger bleibt für den Samstag, oder er wird in einer kleinen Wohnung ganz ersetzt.

Levoit Akku-Staubsauger LVAC 200 MAX

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Lange Haare aus dem Bad wickeln sich um die Bürstenrolle, bis jemand zur Schere greift. Laut Hersteller ist dieser Akkusauger mit Anti-Tangle-Technik gegen genau dieses Aufwickeln gebaut und hat einen HEPA-Filter mit 99,99 %. Angegeben ist er für Wohnungen bis 100 m²; wer mehr Fläche hat, plant besser ein zweites Gerät ein. In einer kleinen Wohnung, in der jemand mit langen Haaren lebt, wird er zum Gerät für jeden Tag.

Fehler 3: „Tierhaare saugt jeder Sauger weg“

Katzenhaare liegen als grauer Film auf dem Teppich und setzen sich in die Bürste. Eine normale Düse schiebt sie oft nur hin und her, und die Bürste muss danach von Hand von Haaren befreit werden. Wer ein Haustier hat, merkt das nach der ersten Woche.

Was hilft: eine eigene Tierhaardüse und eine Bürste, die sich ohne Schere reinigen lässt. Dazu ein Gerät, das so steht, dass Sie es auch dreimal pro Woche hervorholen.

AEG Ergorapido 2in1 Akku-Staubsauger

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Eine Tierhaardüse liegt laut Hersteller im Lieferumfang, und eine Bürstenreinigungsfunktion hilft, wenn sich doch Haare verfangen. Der Sauger ist freistehend, er braucht also keine Wandhalterung mit Bohrlöchern und wartet in der Flurecke. LED-Frontlichter zeigen den Staub in dunklen Ecken. Mit bis zu 45 Minuten Laufzeit ist er für den schnellen Durchgang gedacht, nicht für den Großputz einer ganzen Wohnung am Stück. In einer Mietwohnung mit Haustier steht er so jeden Tag in Reichweite.

Fehler 4: „Für ein paar Krümel lohnt sich das Saugen nicht“

Brotkrümel auf der Sitzbank, Kaffeepulver neben der Maschine, Sand im Auto. Für so wenig holt niemand ein Gerät mit Bodendüse hervor. Also bleibt es liegen, wird festgetreten und muss später mühsamer entfernt werden.

Was hilft: ein Gerät, das sich vom Bodensauger zum Handsauger umbauen lässt und in Griffweite bleibt.

Grundig VCH 9832 Akku- und Handstaubsauger

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Zwischen Sofakissen und Armlehne kommt keine Bodendüse hin. Dieser Sauger ist laut Hersteller 2 in 1, also Boden- und Handstaubsauger, und läuft bis zu 75 Minuten ohne Kabel. So kommt nach dem Sofa noch der Küchenboden dran. Mit 120 W und einem Behälter von 0,5 Litern ersetzt er den gründlichen Durchgang durch dicke Teppiche allerdings nicht. Wo nach jeder Mahlzeit Krümel auf Polster und Fliesen landen, ist er das Gerät für zwischendurch.

Womit Sie anfangen

Prüfen Sie Ihre Wohnung mit diesen Fragen, bevor Sie bestellen:

  • Saugen Sie öfter als zweimal pro Woche? Dann lohnt sich ein Akkusauger.
  • Lebt ein Haustier oder jemand mit langen Haaren bei Ihnen? Dann achten Sie auf eine Bürste gegen aufgewickelte Haare.
  • Reagiert jemand auf Hausstaub? Dann ist ein Beutel angenehmer als ein Behälter.
  • Gibt es einen festen Platz mit Steckdose, an dem das Gerät laden kann, ohne im Weg zu stehen?

Messen Sie diesen Platz heute aus. Ein Sauger, der sichtbar in der Ecke steht, wird benutzt; einer hinter der Schranktür oft nicht.

Drei kleine Kniffe

  • Tierhaare mit dem Gummihandschuh. Streichen Sie mit der flachen Hand im Gummihandschuh über Teppich oder Polster, sammeln sich die Tierhaare zu kleinen Knäueln.
  • Krümel aus der Sofaritze. Ein flacher Teigschaber holt Krümel aus Polsterritzen nach vorn, wo die Düse sie erreicht.
  • Haare von der Walze schneiden. Haben sich doch Haare um die Bürste gewickelt, schneiden Sie sie bei ausgeschaltetem Gerät entlang der Walze auf und ziehen sie ab.

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